Günther Dirks
Vorsitzender
FDP-Ortsverband Borken
Außerordentlicher Ortsparteitag
29. Juni 2009
Liebe
Parteifreundinnen, liebe Parteifreunde,
zu unserem außerordentlichen Parteitag, den ich
hiermit eröffne, begrüße ich Sie recht herzlich.
Bevor wir uns gleich konkret mit dem Wahlprogramm
beschäftigen, möchte ich die Gelegenheit
wahrnehmen, einige einleitende Sätze zu sagen:
Am 18. Februare 2009 hat der Verfassungsgerichtshof
des Landes Nordrhein-Westfalen entschieden, dass die nordrhein-westfälischen
Kommunalwahlen in diesem Jahr nicht gemeinsam mit den Europawahlen am 07. Juni
2009 stattfinden können, weil der Zeitraum zwischen der Wahl und der
Konstituierung der gewählten Gremien zu lang sei.
Dieses Urteil wird von der FDP respektiert,
wenngleich man auch eine andere Rechtsauffassung vertreten kann, das Urteil
fiel mit 4:3 Richterstimmen auch denkbar knapp aus.
Die Landesregierung hatte eine Bündelung der Wahlen
angestrebt, um so Kosten zu senken und die Wahlbeteiligung zu erhöhen.
Ziel war es auch, den eigenständigen Charakter der
Kommunalwahlen zu betonen.
Die Bundestagswahl bindet viel Kraft und bei einem
gemeinsamen Wahltermin können die Belange der Städte weitgehend unter die Räder
der Bundespolitik geraten, wie 1994.
Der Städte- und Gemeindebund hatte deshalb eine
Trennung von Bundes- und Kommunalwahl gefordert.
Als neuer Wahltermin für die Kommunalwahlen wurde
der 30. August 2009 benannt und gerichtlich bestätigt.
Damit ist die Eigenständigkeit der Kommunalwahl 2009
gesichert.
Das Jahr 2009 ist das Jahr der Entscheidungen, das
Jahr unserer Chancen!
Nach dem Skandal,
besser den Skandalen in Borken, unter dem Begriff
„ Borkener Beben“ auch überregional bekannt, hat
Borken einen Neuanfang verdient!
Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unser
politisches Gewicht zu vergrößern, einen
Politikwechsel in Borken herbeizuführen, die Alleinherrschaft der CDU zu
verhindern. 1
Die aktuellen Umfragewerte, die Ergebnisse der
Europawahl auf kommunaler Ebene, alles spricht dafür, dass unsere Ziele
umsetzbar sind.
Liebe
Parteifreundinnen und Parteifreunde,
bei unserer Wahlempfehlung für einen
Bürgermeisteramtskandidaten haben wir uns für Herrn Linke entschieden.
Die SPD unterstützt den amtieren Bürgermeister, Herrn Lührmann.
Auf Einladung des SPD-Ortsvereins hatte dieser sich
bereits im November 2008 bei der SPD vorgestellt und seine künftigen Leitlinien
skizziert.
Die SPD erkannte darin ein hohes Maß an
Übereinstimmung (BZ v. 14.01.2009).
Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2004 sprach sich Herr
Bunse noch deutlich gegen Herrn Lührmann aus und war sein Gegenkandidat.
Es deutet sich nun an, dass auch die UWG Herrn Lührmann
unterstützen wird.
Diese Partei stellte noch 2004 eine Gegenkandidatin
und forderte 2007 im Zusammenhang mit einer Erklärung des Bürgermeisters zum
Thema „Tunnel/ Südtrasse“ persönliche Konsequenzen
von diesem.
Wer hat sich denn nun im Wind gedreht? Wer ist ein
Wendehals?
Wenn die politischen Ziele der SPD (und der UWG mit
Fragezeichen) sich nun in den skizzierten Leitlinien des Herrn Lührmann wieder
finden, bestehen dann noch Gestaltungsmöglichkeiten für uns, gibt es dann noch
Handlungsfelder, liberale Politik umzusetzen?
Wenn wir uns auch für Herrn Linke ausgesprochen, es ist es jedoch liberale Politik, dass
letztendlich die Entscheidung bei den Wählerinnen und Wählern liegt, die mit
ihren persönlichen Stimmabgaben ihren zukünftigen Bürgermeister wählen.
Bis heute habe ich auch noch keine Stellungnahme der
SPD vernommen, wie diese mit der Partei der Linken, der Partei des Erich
Honeckers, umgehen wird.
Hessen lässt grüßen!
Wir, die FDP bleiben in der Spur und stehen für die
Ausrichtung „bürgerliche Partei, zur Partei des Dietrich Genscher!
In den kommunalen Wahlkampf ziehen wir mit einem
Wahlprogramm, über das Sie heute entscheiden werden.
Der Entwurf liegt Ihnen vor.
Das Ergebnis:
Einstimmige Annahme 2
Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,
das Jahr 2009 ist das Jahr der Entscheidungen,
unserer Chancen!
Wir sind überzeugt davon, dass wir mit unserem
Wahlprogramm ein Produkt vorliegen haben, dass uns unserem Ziel, einen
Politikwechsel in Borken herbeizuführen, näher bringen wird.
Es gilt, den Stimmeanteil der FDP in Borken zu
erhöhen und die Alleinherrschaft der CDU zu verhindern!
Ich danke Ihnen für die Zustimmung und
Aufmerksamkeit.
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