
Günther Dirks
Matthias-Grünewald-Weg 11
46325 Borken
Borkener Zeitung 10. Juli 2009
Lokalredaktion elektronische Post
Ihr Schreiben vom 07. Juli 2009
Stellungnahme der
FDP Borken
Bildung, Schule, Kindergärten
Der
Anspruch auf Bildung ist für die FDP nicht nur ein Bürger- sondern ein
Menschenrecht.
Bildung
ist die Basis für den Erfolg einer Gesellschaft. Bildung ist auch ein
wesentlicher Faktor zur Integration aller
Bevölkerungsanteile, sowohl Jung wie alt und unabhängig von der nationalen Herkunft.
Wir treten daher ein für den bedarfgerechten
Ausbau der Ganztagsbetreuung an allen Schulen und bedarfsorientierte Öffnungszeiten in den Kinderbetreuungsstätten. Kindergartenbei-träge
müssen sozial ausgewogen sein. Wir stehen für eine Umgestaltung des Museums in
den derzeit bestehenden Räumlichkeiten und lehnen den beabsichtigten weiteren Ausbau wegen der nicht
kalkulierbaren Umbau-, Neubau- und weiteren Personalkosten ab. Die FDP unterstützt
eine positive Haltung zum lokalen Brauchtum (Schützen- u. Heimatvereine pp.).
Kommunale Finanzen
Die
Beibehaltung finanzieller Spielräume für unsere Stadt ist ein zentrales
Anliegen der FDP. Nur ein gesunder
Haushalt ermöglicht es uns und der der zukünftigen Generation, notwendige
Ge-staltungsspielräume zu eröffnen. Die Gelder der Versorgungskasse, Hauptteil
der 45 Mill. Guthaben unserer Stadt, dürfen deshalb auch nicht zweckentfremdet
verwandt werden. Darlehenfinanzierte Rentenzahlungen darf es nicht geben. Stadt
Vorhandene Gelder sind unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit und nicht allein
renditeorientiert anzulegen. Wir fordern eine dokumentierte Kostenkontrolle
durch Offenlegen der laufenden Kosten bei größeren Investitionen, ein weiteres
Finanzdesaster (St.Josefs-Kirche) muss ausgeschlossen werden. Solide
Finanzpolitik bedeutet: Eine
Stadt
darf nicht mehr Geld ausgeben als einnehmen.
Wirtschaftsförderung/
Gewerbegebiete
Eine
florierende Wirtschaft ist der Garant für sichere Arbeitsplätze. Nur
wirtschaftlich rentable und umweltfreundliche Arbeitsplätze sind
zukunftssicher. Wir brauchen Mut zu neuen Investitionen und mehr
Unternehmergründungen. Wir möchten eine intensive Vermarktung unserer
Gewerbegebiete und die Einführung eines zentralen Ansprechpartners zur
Unterstützung bestehender und neuer Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Wir
setzen uns ein für eine permanente Bestandspflege der Gewerbe- und
Dienstleistungsbetriebe durch aktive Ermittlung ihrer Anliegen, Sorgen und Bedürf-nisse. Die Hebesätze der Gewerbesteuern
sind regelmäßig auf die Möglichkeit
einer Senkung zu überprüfen. Wir setzen uns ein für die Förderung des
Fremdenverkehrs als Wirtschaftszweig mit Zukunft.
Verkehr
Die
Verkehrspolitik in einer Stadt muss als Teil der Entwicklungsplanung betrieben
werden. Voraussetzung für das Funktionieren gewachsener Innenstädte und
Ortszentren sind schnelle Erreichbarkeit und gute Parkmöglichkeiten. Die
Interessen des Handelns und der Dienstleistungs-branche sind bei Planungen und
Umsetzungen zu berücksichtigen. Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und der
öffentliche Personenverkehr müssen in der kommunalen Verkehrsgestaltung einen
gleichwertigen Platz beanspruchen können. Eine ideologisch geprägte
„Verkehrsbe-hinderungspolitik“ gilt es zu vermeiden. Für bestimmte
Verkehrsteilnehmer (Kinder, Behinderte, Senioren pp.) ist ein besonders
geschützter Verkehrsraum zu schaffen. Dem Schwerlastverkehr sind vernünftige
Umfahrungsmöglichkeiten für die Ortsteile anzubieten.
Stadtentwicklung/ Innenstadt
-Wohngebiete
Innenstädte
und Ortszentren bilden das Rückgrat nachhaltiger Stadtentwicklung: Sie bieten
den Menschen Chancen für Beschäftigung und Einkommen, Lebens-, Wohn- und
Umweltqualität. Für Menschen, die einen Innenstadtbereich nutzen, sind Flächen
mit Aufenthaltsqualität, ein sauberes Umfeld und natürlich Parkflächen für ihre
Fahrzeuge zu schaffen. Wir fordern deshalb
ein attraktives Gesamtkonzept für unsere Innenstadt mit einer Teilbebauung des
Marktplatzes.
Die
in der Parklandschaft Münsterland liegende Stadt Borken ist für Neubürger
attraktiv. Es gilt diesen Stand zu wahren bzw. zu erweitern durch die
Aufstellung von Bauplänen, die eine vielsei-tige Bebauung zulassen, eintönige
Wohnsiedlungen müssen vermieden werden. Bei der Auswei-sung neuer Wohngebiete sind
Grundstücke anzubieten, die die individuellen Möglichkeiten der Käufer
berücksichtigen.